Unsere kleine Auszeit vom Alltag – Ein Résumé

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Heute Morgen war es so weit. Nach drei Wochen Urlaub ging es wieder zurück auf die Arbeit. Nach drei Wochen Gemeinsamkeit, Familienzeit, Mädelszeit, Vorweihnachtszeit, Winterstimmung und Wohlfühlmomenten geht es wieder zurück in den Alltag. Ich starte mit kleinen langsamen Schritten aber ich weiß im Laufe der Woche werden sie immer größer und schneller bis wieder alles in gewohnten Alltagsbahnen läuft.

Schön war die Zeit zu Hause. Ich habe es sehr genossen. Das intensive Zusammensein mit den Mädels hat einfach gut getan. Nicht nur für mich sondern auch für die beiden. Da unser Alltag im letzten Jahr ab und an durch Krankenhausaufenthalte unterbrochen war, dienten die letzten drei Wochen dazu, dass wir uns mal wieder auf uns konzentrierten, auf uns als Familie, als Mama, als Schwestern, als Paar, als Freunde, als Kinder. Wir haben die Zeit genutzt einmal das zu tun, wofür sonst so wenig Freiraum bleibt.

Wir haben gebastelt, gespielt, gebacken und es kam auch des öfteren vor, dass die Mädels Nachmittags noch in ihren Schlafanzügen herumliefen. Diverse Kursverpflichtungen fielen aus und daher war wohl unser Motto: Alles kann – nichts muss. Wir hatten Zeit uns mit Freunden zu treffen, es gab einen Mama Tag und einen Eltern Tag. Besonders wichtig war es mir, den alltäglichen Stress von den Kindern zu nehmen, den sie leider ohne dass wir es wollen bereits in diesem Alter schon haben. Es stört mich eigentlich immer, dass unsere Kinder heutzutage so wenig kreativen Freiraum haben. Manchmal habe ich das Gefühl, sie „müssen“ schon mehr als sie „dürfen“. Im Alltag müssen sie häufig „funktionieren“, haben hier und dort Termine aber leider nur wenig kreativen Spielraum.

Das heißt nicht, dass sie ohne Regeln aufwachsen sollten, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Kurse, die die Maus besucht, darf sie bei uns auch aus freien Stücken aussuchen und sie hat Spaß dabei. Aber mir ist es wichtig, dass ihr Geist frei bleibt und hierfür tut eine solche Auszeit vom Alltag wie wir sie hatten immer mal ganz gut. Da kann sich die Maus voll und ganz ihren Dinos widmen und sich ungestört in unterschiedlichen Szenarien wiederfinden. Da wird vielleicht auch mal zu viel Fernsehen geschaut und zu wenig gesund gegessen aber das ist egal, denn es ist eine Ausnahme. Wir sind dann mal kurz abgebogen und kommen wieder auf den richtigen Weg zurück. So eine kleine Wegänderung kann nicht nur für die Kinder unheimlich entlastend sein sondern auch für die Eltern. Denn für ein paar Tage hat man mal das Gefühl, es nicht „korrekt“ machen zu müssen.

Auch für die Geschwisterbeziehung der Mädels war die intensive Zeit zu Hause sicher förderlich. Sie sind in unterschiedlichen Altersstufen, was bedeutet, dass sie oft über den ganzen Tag hinweg getrennt sind. Das ist natürlich auch nicht unbedingt negativ, da sie sich so wieder aufeinander freuen können aber gemeinsame Zeit fördert gemeinsames Spiel. Sie lernen sich untereinander besser kennen, können eher einschätzen was die andere mag und was sie nervt. Das geschieht nicht einfach so am Abend zwischen Abendessen und zu Bett gehen sondern nur wenn man ihnen als Eltern Freiraum dafür lässt. Wenn sie zusammen kommen weil sie es wollen, wenn sie Zeit haben sich zu trennen und wieder zu finden.

Abschließend kann ich sagen, dass es natürlich nicht so ist, dass diese drei Wochen völlig Stress- und Ärgerbefreit waren. Da war die Mama auch schon mal genervt von zu viel Familienzeit, der Papa hatte keine Lust mehr ein Dino zu sein, Knödel hat die Maus gepetzt und die Maus hat Knödel mal wieder ein Spielzeug abgenommen. Aber alles in allem war es eine wirklich schöne Zeit und ich denke auch in diesem Jahr spare ich mir wieder ein bißchen Urlaub auf um es genauso wieder zu machen.

Schafft ihr es, in euren Alltag bewusste Auszeiten zu integrieren und wie macht ihr es?

Eure Sonja

 

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