Tu Dir etwas Gutes Blogparade

Die liebe Natalia von simplylovelychaos hat zu einer, wie ich finde, großartigen Blogparade aufgerufen. Sie schreibt in ihrem Text wunderbar einfühlsam und selbstreflektiert über die Selbstliebe als Mama und die Erkenntnis, dass die kleinen Wohlfühlmomente des Alltags so viel Großes für uns selbst tun können. Lest mal bei ihr rein. Es lohnt sich wirklich.

An dieser Blogparade nehme ich sehr gerne teil und hier kommt mein Beitrag dazu.

Wir Eltern kennen es doch nur zu gut. Der Alltagswahnsinn bestimmt uns häufig. Morgens ganz früh begeben wir uns in unser Hamsterrad und Abends steigen wir oft erschöpft wieder aus. Wir versuchen den ganzen Tag die vielen Termine, die wir haben geregelt zu bekommen, um dann Abends in vielen Fällen völlig erledigt zu sein. Wir bringen unsere Kinder zum Kindergarten oder zur Tagesmutter, holen sie wieder ab, fahren mit ihnen zu Kursen, zum Arzt, zu anderen Terminen, sind Organisatoren, Eventmanager, Wunderheiler, Tröster, Lehrer…..Mamas und Papas eben. Sind wir mal ehrlich – oft vergessen wir dabei uns selbst. Womöglich haben wir auch noch andere Probleme, die wir mit uns herumtragen. Da wären zum Beispiel die dauernden Selbstzweifel, denn wir sind ja nur zu gerne kritisch mit uns selbst und hinterfragen die Dinge die wir tun häufiger als es gesund ist. Da kommt manchmal schon einiges an Gepäck zusammen und man muss aufpassen, dass es einen nicht irgendwann erdrückt.

Selbstliebe ist nichts was einfach so da ist. Da muss man sich schon ganz schön anstrengen um sie zu finden und zu pflegen. Die versteckt sich oft ganz gut und läuft gerne wieder weg.

Vor zwei Jahren kam unsere schwer kranke Knödel zur Welt. Das Jahr 2016 war geprägt von Diagnosen, Depressionen, Zusammenbrüchen, Krankenhausaufenthalten und und und. Auf die Suche nach der Selbstliebe konnte ich mich damals nicht begeben. Dafür war keine Zeit. Denn es gab ja auch noch unsere große Tochter, um die ich mich in dieser Zeit ganz besonders kümmern musste. Es lag uns am Herzen dafür zu sorgen, dass sie bei der Geschichte um ihre kleine Schwester auch noch eine Hauptrolle spielt. Sie musste in alles einbezogen werden, ohne sie zu verunsichern und ohne ihr zu viel von ihrem gewohnten Alltag zu nehmen. Das war oft eine Gradwanderung und meine Taten und Entscheidungen haben mich häufig zum Selbstzweifel gebracht. Auf der einen Seite die süße kranke Knödel, die extrem viel Aufmerksamkeit brauchte und auf der anderen Seite ihre große wunderbare Schwester, die nicht hinten runter fallen durfte. Als großes Ganzes haben wir natürlich alle zusammen dafür gesorgt, dass unsere Familie zusammenhält und alles gemeinsam durchsteht. Wir hatten also einiges zu tun. Als sich dann aber alles eingespielt hatte und dieses furchtbar stressige Jahr zu Ende war, habe ich mich ein Stück weit auf die Suche nach der Selbstliebe gemacht.

Am Ende kann ich sagen, dass ich sie immer noch nicht gänzlich gefunden habe. Aber meine Kinder sind die besten Fährtenleger. Warum?

  • Wenn ich meiner 4-jährigen Tochter zuhöre und mich mit ihr unterhalte platze ich vor Stolz darüber, wie klug sie ist
  • Wenn Knödels Lachen den gesamten Raum beschallt muss ich lächeln, weil sie trotz allem was sie bereits erlebt hat so unglaublich fröhlich ist
  • Wenn beide Mädels Abends gemeinsam „durchdrehen“ und einfach nur ausgelassen Spaß zusammen haben erfüllt mich ihre Geschwisterliebe

Ich könnte hier noch so viel mehr Dinge nennen aber was ich eigentlich damit sagen will ist:

Es sind unsere Kinder – wegen ihnen sollten wir uns selbst lieben. Und das ist es doch auch was wir ihnen vorleben wollen: Wir machen nicht alles richtig. Davon diesen Anspruch zu haben sollten wir uns lösen. Perfekt ist niemand. Jeder Mensch hat Ecken und Kanten und das ist gut so.

Die oben genannten Punkte bestätigen mir doch, dass ich so einiges richtig gemacht habe und das unter schwersten Umständen. Das war ganz gewiss nicht leicht, aber stolz auf mich, meinen Mann, unsere Töchter und alle daran Beteiligten kann ich allemal sein.

Daher mein Appell an euch: Schaut euch eure Kinder an – sie führen euch zur Selbstliebe. Da haben wir doch einiges ziemlich gut hinbekommen. Da haben wir einiges getan worauf wir stolz sein können. Mein Fazit ist, dass man die Selbstliebe nicht vollständig erlangen kann. Aber diesen Anspruch habe ich persönlich auch gar nicht. Ich werde immer ein bißchen an mir zweifeln. Das ist menschlich und OK. Der Zweifel sollte uns nur nicht bestimmen.

Unser Alltag vernebelt den Weg zur Selbstliebe häufig. Daher sind die Momente, die wir uns für uns nehmen extrem wichtig, um den Nebel ein bißchen zu vertreiben. Ich gebe zu, auf diesem Gebiet bin ich noch keine Expertin, da ich mir zu wenig Zeit für mich nehme. Daran muss ich unbedingt noch etwas ändern.

Wenn ihr, wie ich, noch kleine Kinder habt, kommt ihr sicher auch nicht häufig dazu, euch Zeit frei zu schaufeln. Womöglich seid ihr alleinerziehend – dann ist das nochmal um einiges schwieriger. Hier mal meine Tips zum Thema „Tu Dir etwas Gutes“, die man auch verwirklichen kann wenn man kleine Kinder hat.

  • Mit einem Weinchen oder einer guten Tasse Tee vor dem TV sitzen und eine Lieblingsserie oder einen Lieblingsfilm schauen aus der Zeit als wir noch keine Mamas oder Papas waren
  • Ein Bad nehmen und sich davor einen richtig wunderbar duftenden Badezusatz kaufen
  • Ein Einzelteil zum anziehen gönnen was man schon immer haben wollte
  • Wenn die Kinder mal aus dem Haus sind, laut Musik hören und dazu tanzen. Geht auch mit Kindern aber die schämen sich ja dann ganz gerne mal fremd;-)
  • Ein Wohlfühltelefonat mit der besten Freundin oder dem besten Freund führen

Diese Tips müssen nicht groß geplant werden, zeigen aber eine große Wirkung. Nebel vertrieben und der Selbstliebe ein gutes Stück näher gekommen.

Ihr seid alle herzlich eingeladen bei dieser wunderbaren Blogparade mit zu machen. Das könnt ihr auch über Instagram. Hierfür lest ihr euch am besten Natalias Text zur Erläuterung durch.

Habt euch lieb.

Eure Sonja

 

 

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sonja sagt:

    Erledigt😊Danke!

    Gefällt mir

  2. Natalia sagt:

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag! Magst du ihn vielleicht als Link bei mir in die Kommentare setzen?
    Liebe Grüße Natalia

    Gefällt 1 Person

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